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Spannende Fahrt mit kuriosen Fahrzeugen
Die Liegeradler halten gut mit
Zur ersten Aalener Liegerad-Tour fanden sich mehrere dieser seltsamen Radler zusammen. Vom gemütlichen Sesselrad bis zum heißen tiefliegenden Flitzer waren unterschiedlichste Modelle vertreten.
Die Tour ging über zweiAnstiege am Hahnenberg und vor Neubronn, wobei die mitradelnden Aufrecht-Fahrer überrascht waren, wie flott die Liegeradler die Bergauf-Strecken meisterten. Nach dem Foto-Termin am Hohenstadter Barockschlösschen ging es auf ebenen Wegen bis Rotenhar. Auf der Abfahrt nach Unterrot waren die Liegeradler schon bald nicht mehr auszumachen. Nach einer Mittagspause mit viel Fachsimpelei ging's im raschen Tempo auf dem Kocherweg zurück nach Aalen. Statt 60 Kilometern kamen dann fast 90 zusammen, bei einem Höhenunterschied von 555 Metern.
© Schwäbische Post 14.7.2005
www.schwaebische-post.de
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„Liegeradler sind Genussradler“
Volkmar Wieland und seine Liegerad-Freunde sind begeisterte „Horizontal-Radler“
„Wenn ein normales Rennrad zu langsam ist, hilft nur ein Liegerad“, schreibt das Rennrad-Magazin „Tour“. Volkmar Wieland, Joachim Kranzen und Johannes Markofsky sind begeisterte Hobbyisten in Sachen Liegerad.
Zum Interview mit der Schwäbischen Post kamen die Drei mit dem Auto, weil ein Gewitter im Anzug war. „Sonst wäre nur unser Liegerad in Frage gekommen“, betont der Aalener Volkmar Wieland, pensionierter Lehrer, der seit 1993 diesem Hobby frönt. Zur Schule in Dewangen fuhr er früher immer mit dem Liegerad. „Das war mein Markenzeichen und die Schüler haben mich immer begeistert begrüßt“, so Wieland.
„Mein Mann ist ein Genussradler“, sagt seine Gattin Rose Wieland. Liegerad sei für sie Lust zu fahren, meinen die drei Liegeradler unisono. Viel angenehmer als das „Hochrad“ und dabei bekomme man Gesundheitsförderung inklusive. „Kreuz- und Wirbelsäulen schonend“, bekräftigt Joachim Kranzen. Auch bei Gleichgewichtsproblemen sei das Liegerad förderlich und altersunabhängig darüber hinaus. Der Maschinenbau-Ingenieur an der Aalener Fachhochschule ist inzwischen gar unter die Konstrukteure gegangen und hat selbst ein Karbon-Liegerad hergestellt.
„Gemütlich hinlegen“
Und was ist das spezielle Feeling? „Sich einfach gemütlich hinlegen und die Geschwindigkeit genießen“, so die begeisterten Liegeradler. Altersunabhängig sei das Liegeradeln überdies, setzt Johannes Markofsky hinzu. Für ältere Menschen seien die dreirädrigen Modelle besonders geeignet. Markofsky kommt mit dem Liegerad jeden Tag aus Heidenheim zu seiner Arbeitsstätte bei der Firma Mapal in Aalen und jüngst fuhr er die Tour Paris-Brest-Paris mit einer Gesamtstrecke von über 1200 Kilometer.
Man ist keinem Verein angeschlossen, hat sich aber in einem lockeren Verbund gefunden und im Internet berichten die Hobbyisten unter www.Liegeradgruppe.org über ihre Aktivitäten. Jüngst war man zusammen in Ornbau bei Ansbach bei den 11. bayerischen Liegerade-Tagen.
Schwer zu lernen sei Liegeradeln überhaupt nicht. Zügig losfahren müsse man und lernen, das Gleichgewicht mit der Lenkung zu halten. „Man drückt einfach aufs Pedal und fährt los“, sagt Volkmar Wieland, der nach eigenen Angaben fast alle Alltagstätigkeiten mit dem Liegerad verrichtet. Immer noch sehe man relativ wenig Liegeradler, betont Joachim Kranzen. Dafür stelle man eine gute Gruppendynamik fest. „Wenn man sich sieht, geht man aufeinander zu“, so Volkmar Wieland. Die Blicke der Passanten haben die Liegeradler sicher. „Wenn ein Porsche daherfährt und gleichzeitig ein Liegeradler, dann schaut man auf uns“, lacht Joachim Kranzen.
© Schwäbische Post 12.8.2008
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