Liegeradgruppe Ostalb

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Sa 17.04.2010 Sternradtour für den Frieden- Mayor for Peace


Aalen. Kurz nach halb drei trifft die erste Gruppe ein, die ab Herbrechtingen über Heidenheim und Oberkochen nach Aalen gefahren war. Vereinzelt zeigen die Radler mit der "Pace-Fahne" ("Pace" italienisch für Frieden) deutlich nach außen, wofür sie unterwegs sind. Am Samstag ist dies im Besonderen: Für den Abzug der letzten 20 US-Atomwaffen in Deutschland, für das Nein zu Atomwaffen in der neuen NATO-Strategie und für Verhandlungen zum Verbot aller Atomwaffen durch eine Nuklearwaffenkonvention. Nacheinander trudeln die Fahrradfahrer gruppenweise ein. Viele Männer, ein paar Frauen, ganz wenige Kinder - mal im sportlichen Radfahrer-Trikot oder in bequemen Jeans und kurzen Hosen. Egal ob mit Liegerad, Fahrradanhänger für den Transport des Jüngsten, flottes Rennrad oder Alltagsrad: Verschiedene Touren aus den Himmelsrichtungen Herbrechtingen, Ellwangen, Lorch, Mutlangen und Aalen mit einer Rundfahrt über Iggingen, Heuchlingen und Mögglingen wurden angeboten. Zusammen mit Brigitte Schlupp-Wick von der Pressehütte Mutlangen, der Mahnwache Ellwangen, der Heidenheimer Friedensinitiative und dem Aalener Friedensbündnis war diese Sternradfahrt von "Mayors-for-Peace-Orten" initiiert. Rund 22 Bürgermeister im Ostalbkreis zählen zu den "Mayors for Peace - Bürgermeister für Frieden". "Und ich als Landrat", sagt Landrat Klaus Pavel beim Empfang vor dem Rathaus. Die Ortsschilder mit dem Namen der jeweiligen passierten Gemeinden und dem Aufdruck "Next Stop New York" sollen im Mai bei Aktionen an der UNO in New York verwendet werden. "Außenminister Westerwelle sollen der Appell für eine atomwaffenfreie Welt und die Ortsschilder übergeben werden", sagt im Anschluss daran Wolfgang Schlupp-Hauck, Vorsitzender der Friedenswerkstatt Mutlangen. "Lassen sie nicht nach, im dicke Bretter bohren", unterstützt Fehrenbacher die Sternradfahrer, die Flagge zeigen würden und präsent seien. Viele Einkaufstüten tragende Aalener bleiben indessen stehen und lauschen, was es mit der Gruppe Radfahrern und den vielen Ortsschildern auf sich hat. "Wir wurden überall an den Rathäusern gut verköstigt", erzählt Ev Hammer-Knopp von der Aalener Gruppe. Mit verschiedenen Getränken, Obst und Müsliriegeln wurde dem Hungerast vorgebeugt. "Das hat Spaß gemacht", sagt der neunjährige Sebastian Poppel aus Heidenheim. "Alles schöne Radwege und ein gemütliches Tempo", erzählt sein Vater Joachim Poppel, der in der dortigen Friedensgruppe aktiv ist. "Aber nach New York wäre ich nicht geradelt", meint Lutz Berger aus Mutlangen lachend.

© Schwäbische Post 18.04.2010





  


 

 
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